|
Vereinsnachrichten |
||
|
Salzburg / Wien, im Februar 2011 Vereinsnachrichten 01/2011Liebe Mitglieder der Österreichischen Geologischen Gesellschaft! Am 14. Jänner 2011 wurde der Vorstand der ÖGG für die Periode 2011 – 2012 neu konstituiert, die Funktionen sind ähnlich verteilt wie in den vergangenen Jahren. Ich möchte an dieser Stelle allen Vorstandsmitgliedern und insbesondere Herrn Christoph Spötl herzlich danken, der die Gesellschaft in den vergangenen vier Jahren mit großem Engagement und hohem Qualitätsanspruch als Präsident geleitet hat. Herr Spötl wird mir in bewährter Manier in den nächsten zwei Jahren als Vizepräsident zur Seite stehen. Herausragende Ereignisse in dieser Periode waren die Hundertjahrfeier der Österreichischen Geologischen Gesellschaft (1997) und die Aufnahme des Austrian Journal of Earth Sciences (AJES) in den Science Citation Index (Thomson Reuter), mit letzterem wurde ein wichtiges Ziel der ÖGG erreicht. Ich möchte deshalb auch allen Mitgliedern des AJES-Redaktionsteams der letzten Jahre, Michael Wagreich, Bernhard Fügenschuh, Bernhard Grasemann, Hugh Rice und Martin Zuschin, für alle ihre Anstrengungen danken, die sie zu diesem Ziel unternommen haben. Das Einwerben von Manuskripten gegen hohe internationale Konkurrenz ist durchaus schwierig. Da mich vermutlich nicht alle Mitglieder gut kennen, möchte ich mich kurz vorstellen. Als geborener Kärntner habe ich an der Universität Graz Geologie studiert und 1978 mit einer Dissertation über die Stratigraphie und Tektonik der nordwestlichen Gurktaler Alpen, einem alten Streitthema der Ostalpengeologie, bei Karl Metz abgeschlossen. Ich bin gut und glücklich verheiratet, Vater zweier erwachsener Töchter, eine davon ist Geologin. Mich beschäftigen Gebirgsbildungsprozesse und ich habe in den letzten drei Jahrzehnten in Tübingen, Münster, Graz und ab 1993 an der Universität Salzburg mit vielen Jungwissenschaftlern über die Bildung von Gebirgen und begleitender Sedimentbecken in den Ostalpen und der Fortsetzung in Südosteuropa, in Westchina, Kuba und Iran gearbeitet. Mir liegt besonders eine integrative Betrachtungsweise von tiefkrustalen Prozessen in Gebirgen und gleichzeitigen Oberflächenprozessen in zugehörigen Sedimentbecken am Herzen und das versuche ich, neben einer soliden Basisausbildung, Studierenden in der Lehre besonders zu vermitteln. Ziel der Arbeit dieser Vorstandsperiode 2010 – 2012 wird es sein, die Gesellschaft für Studierende und junge Absolventinnen und Absolventen der geowissenschaftlichen Studien attraktiver zu machen. Dazu wurde eine Junior Sektion als neue Arbeitsgruppe gegründet, und Frau Ulrike Exner wird sich zusammen mit Herrn Alexander Rath, einem Studierenden der Universität Wien, um diese Belange bemühen. Vielerlei Pläne werden bereits gewälzt. Angedacht ist unter anderem ein Fotowettbewerb für studierende Mitglieder der ÖGG, wobei die Gewinnerfotos an freien Seiten des AJES und auf der ÖGG-Website publiziert werden sollen. Die Österreichische Geologische Gesellschaft hat auch im letzten Jahr wichtige Zeichen gesetzt. Die zweijährige Tagung Pangeo Austria, die 2010 von der Montanuniversität Leoben und der ÖGG gemeinsam mit den anderen geowissenschaftlichen Gesellschaften veranstaltet wurde, war ein großer Erfolg und der richtige Weg mit großer Außenwirkung: ca. 300 Teilnehmer aus den angewandten Geowissenschaften und den Universitäten, darunter auch viele Studierende der Erdwissenschaften der verschiedenen Universitäten. Es wurden zahlreiche Beiträge in 16 Sessions vorgestellt. Davon war zum Beispiel die Session über Geothermie so stark besucht, dass der Hörsaal die Interessenten nicht fassen konnte, was das besondere Interesse an angewandten geowissenschaftlichen Themen zeigt. Hervorzuheben ist auch die Veranstaltung Geowissenschaften und Schule. Der Dank für die sehr gut abgewickelte Veranstaltung gilt allen Organisatoren von der Montanuniversität Leoben, Prof. Fritz Ebner und seinen Mitarbeitern. Die nächste Pangeo Austria wird voraussichtlich Mitte September 2012 an der Universität Salzburg stattfinden, wobei daran gedacht ist, die gesamte Breite der Geowissenschaften mit einzubeziehen, und die bewährte Reihe Geologie und Schule fortzuführen. Die Zeitschrift der ÖGG, das Austrian Journal of Earth Sciences entwickelt sich nun sehr gut, nachdem die Hürde Science Citation Index geschafft wurde. Auch für die nächsten Jahre ist die Herausgabe von zwei Heften pro Jahr geplant, wobei auch angewandt geowissenschaftliche Beiträge hochwillkommen sind. Auch thematisch zusammengehörige Beiträge in einem der Hefte sind möglich. Ich bitte insbesondere auch die in der Praxis tätigen Geologinnen und Geologen, auch an die Publikation interessanter Themen zu denken. Es erhöht die internationale Sichtbarkeit der österreichischen Geowissenschaften wie auch der eigenen Firma.
Mit besten Grüßen
* * * * * * * Veranstaltungen* * * * * * * |
|||
| |
|||