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Vereinsnachrichten |
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Innsbruck, im September 2010 Vereinsnachrichten 02/2010Werte Mitglieder der Österreichischen Geologischen Gesellschaft! Ich schreibe diese Zeilen unmittelbar nach der Pangeo Tagung in Leoben, die das Highlight dieses Jahres war. Fritz Ebner und sein Team haben mehr als 300 Teilnehmer nach Leoben gelockt und diese wurden wahrlich nicht enttäuscht. Aus der Sicht unserer Gesellschaft ist zu berichten, dass Kollege Hans Peter Schönlaub zum Ehrenmitglied ernannt wurde und zwei Ampferer-Preise an hervorragende JungforscherInnen verliehen wurden, Ulrike Exner und Cornelius Tschegg. Außerdem wurde erstmalig bei einer Pangeo Tagung ein ÖGG Posterpreis gestiftet, der an Angelika Popotnig, eine Studentin der Uni Wien, ging. Die Kollegen Herbert Summesberger und Bernhard Hubmann organisierten trotz widriger Umstände einen eigenen Vortragstag für LehrerInnen der Fächer Biologie und Umweltkunde, sowie Geographie und Wirtschaftskunde, der sehr gut besucht war und durch einen Exkursionstag abgerundet wurde. Schließlich traf sich der Vorstand der ÖGG am Rande der Tagung noch zu einer Vorstandssitzung. Aus den zahlreichen Gesprächen mit Teilnehmern war unisono herauszuhören, dass die Pangeo Idee, also ein rotierendes, gesamtösterreichisches geowissenschaftliches Treffen im 2-Jahresrhythmus, eine Erfolgsgeschichte ist. In zwei Jahren wird ein neuer Zyklus gestartet und Pangeo 2012 wird in Salzburg stattfinden. Nochmals herzlichen Dank an die Organisatoren der Leobener Tagung, sowie Gratulation an die dort Ausgezeichneten! Das nahende Ende dieser Vorstandsperiode – im Spätherbst stehen statutenmäßig Neuwahlen an – verleitet mich zu einem Rückblick auf jene vier Jahre, in denen ich dieser Gesellschaft vorstehen durfte, sowie zu einem ebenso knapp gehaltenen Ausblick. Ich werde es mit der Tradition in unserer Gesellschaft halten und nach diesen vier interessanten Jahren meine Funktion als Präsident abgeben. Blenden wir zurück, so war die 100-Jahr-Feier unserer Gesellschaft jenes Ereignis, das zentral am Beginn der letzten Vorstandsperiode stand. Auch wenn die zahllosen Sitzungen, Emails und Telefonate größtenteils bereits in Vergessenheit geraten sind, so bleibt doch u.a. mit den komplett durch Thomas Hofmann digitalisierten 100 Bänden unserer früheren „Mitteilungen“ ein nachhaltiges Werk bestehen, das uns an dieses denkwürdige Jubiläum erinnert. Die zweite Großbaustelle, die uns wesentlich länger beschäftigte, war unser Journal AJES. Es ist mittlerweile voll auf Kurs (sprich im SCI) und das Redaktionsteam unter Michael Wagreich wurde erweitert. Ich möchte rückblickend den Editoren, aber auch all jenen KollegInnen Dank aussprechen, die sich in dieser Startphase für das Journal aktiv eingesetzt haben, stellvertretend Michael Sarnthein, Wolfgang Schlager, Wolfgang Frisch und Franz Neubauer. Zahlreiche Aktivitäten von ÖGG Mitgliedern erfolgten weiters im Rahmen des Internationalen Jahres des Planeten Erde, wenngleich die eigentliche Koordination und der Löwenanteil der Arbeit beim Nationalkommitee für Geowissen-schaften und dem Duo Werner Piller und Thomas Hofmann lag. Und viertens darf das Thema Geopost nicht unerwähnt bleiben; es ist sichtbares Zeichen für das sinnvolle Zusammenrücken der großen geowissenschaftlichen Gesellschaften in unserem kleinen Land. Die Initiative stammt, wie bekannt sein dürfte, von Richard Göd. Gestatten Sie mir noch das angedrohte Schielen nach vorne, verbunden mit stark persönlich eingefärbten Wünschen bzw. Visionen. Zum einen sollten wir meines Erachtens weiter gemeinsam an der verbesserten Zusammenarbeit der geowissenschaftlichen Ver-einigungen arbeiten. Die Geopost und die Pangeo Tagungen weisen den Weg und ihre Akzeptanz gibt uns Recht. Vielleicht sollte auch einmal die Großstruktur unserer geowissenschaftlichen Gesellschaften hinterfragt werden. Tatsache ist, dass bezogen auf die gesellschaftliche Bedeutung von Geo-Themen, die Sichtbarkeit und Wahrnehmung unserer Zunft in Gesellschaft und Medien zu wünschen lässt. Schmerzhaft, und damit bin ich bereits beim zweiten Punkt, haben wir dies in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten beim Thema Lehrplan bzw. Lehrerausbildung an den Universitäten zu spüren bekommen. Hier ist Vieles in der Vergangenheit nicht gut gelaufen und so manchem Mittelschullehrer wurde an unseren Instituten die Freude an der Geologie nachhaltig genommen (wie ich aus persönlichen Gesprächen weiß). Ich stelle aber fest, dass dem Thema Lehramt von den jüngeren Kollegen zunehmend mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird (und das bei sinkenden Semesterstundenzahlen). Gerade der Lehrertag in Leoben hat mir wieder gezeigt, dass es (fast) sinnlos ist, Briefe an die beiden zuständigen Ministerien zu schreiben und dass wir zusammen mit den Lehrern die Dinge selbst in die Hand nehmen müssen: Ein an der Geologie begeisterter Lehrer ist die nachhaltigste Investition in die Zukunft unseres Faches. Und schließlich noch ein dritter Punkt, das AJES betreffend. Ich wünsche mir, dass dieses Fachjournal weiter wächst und zur ersten Referenz für Ostalpengeologie wird. Die Türen zu unseren Schwestergesellschaften stehen offen und bereits jetzt finden sich petrologische, paläontologische, und zunehmend auch "angewandte" Themenartikel. Abschließend möchte ich auf diesem Wege meinen Kollegen vom Vorstand für ihre stets konstruktive und sachbezogene Zusammenarbeit meinen Dank aussprechen.
Ihr
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